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  • Das Akkordeon, ein vielseitiges und faszinierendes Instrument.

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  • Zum Orchester gehören auch Bassgitarre, Keyboard, Schlagzeug und Percussion,

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Notenscan für ein Schreibprogramm

Es gibt in unserem Akkordeonorchester einige Spieler und Spielerinnen, die ein Notenschreibprogramm wie zum Beispiel das kostenlose Musescore verwenden, um Noten abzuschreiben. Meist deshalb, um die Noten dann größer und damit lesbarer auszudrucken. Nun ist das (Ab-)Schreiben von Noten eine sehr zeitaufwändige Angelegenheit und sicher hat sich jeder, der so eine Aufgabe schon mal übernommen hat, gewünscht, es gäbe eine andere Möglichkeit, kleingedruckte Noten vom Papier in ein Notenschreibprogramm zu bringen um sie dort bearbeiten und größer ausdrucken zu können.

Wir haben eine Software gefunden, die das  kann: Scanscore (Lugert-Verlad) und dieses Programm auf seine Alltagstauglichkeit getestet. Scanscore scannt Noten ein (oder liest auch bereits vorhandene Noten in einer PDF-Datei) und wandelt sie in bearbeitbare xml-Dateien um, die von so ziemlich von allen Notenschreibprogrammen geöffnet und verarbeitet werden können.

Scanscore ist auch Bestandteil des Notensatzprogramms Forte (aktuelle Version Herbst 2019 ist Forte 11). Scanscore kann aber auch einzeln erworben werden und ist damit auch für andere Notensatzprogramme verwendbar. Es  gibt das Tool in  drei verschiedenen Versionen für Windows-PCs und MAC: Die drei Versionen von Scanscore unterscheiden sich vor allen Dingen darin, wie viele Stimmen einer Partitur beim Scan erfasst werden können. Mit der kleinsten Version ("Melody", Kosten: 29 Euro) kann man nur eine einzige Notenzeile einlesen. Mit "Ensemble" (Kosten 59 Euro) lassen sich bis zu vier Notenzeilen eines Systems erfassen und mit der Professionalversion (149 Euro) ist die Anzahl der Notenzeilen unbegrenzt, es lassen sich also auch Partituren mit sehr vielen Stimmen einlesen.

Im Test wurde die Ensemble-Version verwendet, als Notensatzprogramm allerdings nicht Forte, sondern das kostenlose MuseScore 3.0.

Zunächst haben wir eine vorhandene PDF-Datei mit sehr großen und gutgeschriebenen Noten (100 Takte) in einer Stimme mit Scanscore eingelesen. Auf den beiden gescannten Seiten wurden insgesamt sechs Erkennungsfehler festgestellt. Der Export in eine xml-Datei ist auch dann möglich, wenn diese Fehler nicht korrigiert werden, aber Scanscore warnt vor dem Export und zeigt in einer Meldung an, in welchen Takten sich die Fehler befinden. In unserem Fall hatte Scanscore dabei einen Takt in zwei Takte aufgespalten (damit waren also zwei Takte als "unvollständig" erkannt worden). In den anderen Fällen hatte Scanscore jeweils eine Note "geschlabbert", das war auffallend oft bei Noten mit Haltebögen der Fall.

In der gescannten Datei werden die Fehler mit einer blauen Linie unter dem Takt angezeigt. Jetzt hat der Anwender die Möglichkeit, die Datei trotzdem nach xml zu exportieren, sie in seinem Notenschreibprogramm einzulesen und dort auch die Fehler zu korrigieren. Viele Anwender werden diese Vorgehensweise bevorzugen, weil sie sich zumindest anfangs mit ihrem Notenschreibprogramm besser auskennen, als mit den Korrekturfunktionen von Scanscore. Wir haben aber die andere Alternative gewählt und die Korrekturen direkt in Scanscore ausgeführt. Das Ganze hat ca. fünf Minuten gedauert, wobei wir am längsten dafür gebraucht haben, herauszufinden, wie die beiden aufgespaltenen Takte wieder zu einem Takt zusammenfügt werden können.

Die "gepatchte" xml-Datei wurde anschließend in Musescore geöffnet, wobei es keine Probleme gab.

Scanscore hat übrigens auch einen Player, mit dem die eingelesene und erkannte Datei abgespielt werden kann. Auch so lassen sichauch per Gehör eventuelle Erkennungsfehler herausfinden.

Beim zweiten Versuch haben wir eine Seite des Musical-Potpourries "Die Schöne und das Biest" mit Scanscore eingelesen. Die Noten auf dem gescannten Blatt waren dabei deutlich kleiner gedruckt als im ersten Beispiel und das Notenblatt war auch schon etwas abgegriffen und enthielt handschriftliche Anmerkungen

Auch hier gab es sechs Fehler. Zum Beispiel wurde ein Zäsurzeichen irrtümlich als Note interpretiert. In einem anderen Fall war allerdings auch ein Takt als falsch angezeigt ohne dass ein Fehler erkennbar war. Wir haben die Noten in diesem Takt neu gesetzt - und alles war gut. Auch hier hat die Korrektur nur 4-5 Minuten gedauert. Wenn man ein wenig mehr mit Scanscore gearbeitet hat wird die Korrekturzeit auf jeden Fall wohl noch einmal kürzer.

Fazit: Scanscore ist ein wirklich mächtiges Tool für vergleichsweise wenig Geld, auch wenn keine Fehlerquote von 0% erreicht wurde. Für Musiker, die Noten bearbeiten wollen, nicht nur empfehlenswert, sondern ein "Muss".

Und vielleicht noch ein Wort zum Support: Der ist wirklich sensationell gut. In unserem Fall ging es um ein Problem mit dem Lizenzschlüssel (Paypal hatte die uns bestätigte Lastschrift nicht an Scanscore übermittelt): Wir haben trotzdem im Vertrauen darauf, dass die Zahlung erfolgt ist, einen Lizenzschlüssel postwendend erhalten.

scanscore

Die Programmoberfläche von Scanscore: Links ein Bild der gescannten Datei, rechts das, was Scanscore erkannt hat.